Regionen - Umbrien

Umbrien liegt im Herzen Italiens und ist die einzige Region ohne direkten Zugang zum Meer. Umbrien ist karger als die Toskana und trockener als Lazio, allerdings liegt hier der Lago Trasimeno. Dass Umbrien seit Urzeiten besiedelt wurde, macht die Region zu einem Reiseziel, das unbedingt entdeckt werden sollte. Die Hauptstadt Perugia, Orvieto, Gubbio und selbstverständlich Assisi sind Orte, in denen man Italien ganz anders und viel ursprünglicher kennenlernen kann als in den Großstädten des Nordens, in der überlaufenen Toskana, in der Hauptstadt oder an der adriatischen Küste. Perugia ist eine Stadtgründung der Etrusker. Der Ort, der lange Zeit dem Kirchenstaat anbehörte, ist heute Universitätsstadt.




Die touristisch wohl attraktivste Stadt Umbriens ist Orvieto. Allein die Lage der Altstadt auf einem Felsen aus Tuffgestein, der aus dem umgebenden flachen Land aufragt, ist höchst beeindruckend. Der Felsen selbst ist von zahllosen Gängen und Höhlen durchzogen, die teilweise besichtigt werden können. Orvieto wurde von den Etruskern gegründet und war im Mittelalter zeitweise päpstliche Residenz. Das Stadtbild wird von der romanisch-gotischen Kathedrale geprägt, die zudem Luca Signorellis Fresko des Jüngsten Gerichtes beherbergt. In Orvieto finden regelmäßig kulinarische Feste von Anhängern der Slow-Food-Bewegung statt.


Die Gegend ist vom Weinbau geprägt, und die Stadt verlieh einem leichten, trockenen Weißwein ihren Namen. Gubbio tritt zu Unrecht hinter anderen italienischen Reisezielen zurück. Die "weiße Stadt" liegt an den Hängen der Appeninen, so dass der Palazzo dei Consoli weithin sichtbar ist. Hier sind die Eugibinischen Tafeln (die alten Gesetzestafeln der Umbrer) aufbewahrt. Alljährlich am 15. Mai findet ein großes mittelalterliches Spektakel auf dem Marktplatz statt.