Industrie

Italien verfügt kaum über natürliche Rohstoffvorkommen wie Erdöl oder Eisen. Nur in der Po- Ebene und in der Adria gibt es einige Erdgas- Vorkommen. Die Stärken der italienischen Industrie liegen folglich vor allem im verarbeitenden Gewerbe. Der Schwerpunkt liegt dabei hauptsächlich auf den kleineren und mittelständischen Unternehmen die oft im Besitz von Familien sind. Die wichtigsten Produktionszweige der italienischen Industrie sind die Autoindustrie (zum Beispiel mit Fiat oder Ferrari), die Chemie, die Mode- und Kleidungsindustrie, die Pharmaindustrie, Maschinenbau und elektronische Produkte. Berühmt ist Italien vor allem für seine Autoindustrie und die Modeindustrie, wobei in Italien selbst heute nur noch hochwertige Designerprodukte hergestellt werden da dass Land bei den billigeren Kleidungsstücken aufgrund der höheren Lohnkosten nicht mit Konkurrenten wie China oder Indien mithalten kann.

Die wichtigsten italienischen Exportgüter sind Maschinen, Kleider und andere Modeartikel (Schuhe, Uhren), Pharmazeutika, Kraftfahrzeuge, Erzeugnisse der chemischen Industrie und Lebensmittel. Italien ist nach Frankreich der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. In wirtschaftlicher Hinsicht ist Italien zweigeteilt. Der Norden ist sehr stark industrialisiert. Hier liegen die Wirtschaftsmetropolen Turin, Mailand (das Zentrum der Bekleidungsindustrie) und Genua die das sogenannte industrielle Dreieck des Landes bilden. Im Nordwesten gibt es zudem weitere Wirtschaftszentren und im Nordosten, vor allem in Venetien der Region um Venedig, sind viele kleinere und mittelständische Unternehmen ansässig.


Diese Region verfügen über einen weit entwickelten Dienstleistungssektor und viele Arbeitsplätze, die Arbeitslosigkeit liegt im Schnitt unter 6%. Der Norden Italiens gehört zu den wirtschaftliche stärksten Regionen Europas. Ganz anders sieht die Situation im Süden des Landes aus. Hier gibt es kaum Industrie und die Arbeitslosigkeit, vor allem unter den Jugendlichen, ist hoch.