Geschichte

Italien ist ein Land, in dem Geschichte noch sehr lebendig ist. Schon früh kam die Zivilisation auf der italienischen Halbinsel an, und überall finden sich Spuren und Zeugnisse der verschiedenen Epochen und Bewohner, die dem Land sein gegenwärtiges Gesicht verliehen haben. Viele Städte im Herzen Italiens gehen auf Gründungen der Etrusker zurück (wie beispielsweise Orvieto). In der Antike wurde dann der Grundstein für das heutige Erscheinungsbild des Landes gelegt. Hierzu zählen die römischen Straßen, die das ganze Land erschlossen und großenteils bis heute für den Verkehr bedeutsam sind. Selbst die antiken Wasserleitungen, die Metropolen wie Rom ihre Existenz erst ermöglichten, funktionieren teilweise bis heute.

Das italienische Mittelalter wurde abgelöst von der Renaissance, die sich von hier in ganz Europa ausbreitete. Sie war vom Papsttum geprägt und von mächtigen Städten, die miteinander konkurrierten und dabei wirtschaftliches und politisches Neuland betraten. Diese unruhige Zeit brachte unzählige Kunstwerke hervor und prägte das Bild der italienischen Städte nachhaltig. In der bewegten Zeit des Risorgimento, die zwischen 1815 und 1870 anzusiedeln ist, wurde unter Giuseppe Garibalde der moderne italienische Staat – als Königreich – errichtet. Wenn es auch recht unbekannt ist, so hatte Italien auch seine Kolonialzeit und Äthiopien gehörte hier zum Beispiel für kurze Zeit zum italienischen Kolonialreich.


Die Herrschaft Mussolinis begann 1922; diese Phase veränderte Italien mehr, als es der Tourist auf den ersten Blick erkennen mag. Die Pontinischen Sümpfe wurden entwässert und in einem groß angelegten Projekt besiedelt. Insgesamt sind mehr als ein Dutzend Ortsgründungen durch Mussolini nachgewiesen (Aprilia, Sabaudia, Pontinia...). Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Italien das Gebiet um Triest abtreten. Heute ist Italien von regelmäßigen Regierungswechseln geprägt. Der moderne Industriestaat ist Gründungsmitglied der EWG (inzwischen EU) und Kernland der Eurozone.